Olympische Winterspiele 2026 Ergebnisse: Siege, Tränen, Medaillen

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina lieferten am elften Wettkampftag eine Fülle an Emotionen und sportlichen Entscheidungen. Während einige Athleten über Gold jubelten, erlebten andere bittere Enttäuschungen. Die Olympische Winterspiele 2026 Ergebnisse waren geprägt von prominentem Besuch, dramatischen Finalrunden und wetterbedingten Planänderungen, weshalb Fans und Sportler gleichermaßen gefordert waren.

Jürgen Klopp als Edelfan beim Biathlon-Drama

Ein besonders prominenter Gast verfolgte die Wettkämpfe an der Biathlon-Strecke. Fußballtrainer Jürgen Klopp feuerte die Athleten gemeinsam mit der norwegischen Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen an. Kurz vor der entscheidenden Schlussrunde läutete Klopp enthusiastisch die Glocke, allerdings brachte seine Anwesenheit dem deutschen Team kein Glück.

Die deutsche Männer-Staffel über 4×7,5 km musste sich nämlich mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben. Justus Strelow, David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn verpassten eine Medaille, da sie sich zu viele Fehler leisteten. Der Olympiasieg ging stattdessen an Frankreich, gefolgt von den favorisierten Norwegern auf dem Silberrang und Schweden mit der Bronzemedaille.

Im Vorfeld der Frauen-Staffel gab es zudem eine personelle Änderung im deutschen Team. Franziska Preuß, die bei vergangenen Wettkämpfen im letzten Schießen Nerven zeigte, wurde von ihrer Position als Schlussläuferin entbunden. Stattdessen wird sie an Position zwei starten, während Vanessa Voigt den Wettkampf für das deutsche Team beenden soll.

Goldrausch für Italien und gemischte Gefühle im Eisschnelllauf

In der Eisschnelllauf-Halle von Mailand gab es hingegen großen Jubel für die Gastgeber. Die italienischen Männer sicherten sich in der Team-Verfolgung die Goldmedaille, was bereits das neunte Gold für Italien bei diesen Spielen bedeutete. Silber ging an die USA, während sich China im kleinen Finale überraschend gegen die Eisschnelllauf-Nation Niederlande durchsetzte.

Auch die niederländischen Frauen verpassten den erhofften Sieg und mussten sich im Finale Kanada geschlagen geben, sicherten sich aber immerhin Silber. Für die deutschen Teams endeten die Wettbewerbe versöhnlich. Die Männer um Routinier Patrick Beckert belegten nach einem Sieg im Platzierungsrennen gegen Japan den siebten Platz, während sich die deutschen Frauen im Rennen um Platz fünf gegen Belgien durchsetzten.

DEB-Team nach Pflichtsieg im Viertelfinale

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich mit einer verbesserten Leistung für das Viertelfinale qualifiziert. Durch einen verdienten 5:1-Sieg gegen Frankreich sicherte sich das Team den Einzug in die nächste Runde. Den Grundstein für den Erfolg legte die DEB-Auswahl bereits in einem furiosen ersten Drittel.

Nach dem Spiel äußerte sich NHL-Superstar Leon Draisaitl zu Diskussionen über den Teamgeist. Er betonte, dass es keine menschlichen Probleme zwischen den Spielern aus der DEL und der NHL gebe, es aber Zeit brauche, als neu formierte Mannschaft zusammenzufinden. Auch Ex-Kapitän Moritz Müller stellte klar, dass seine vorherige Kritik an der Mannschaftsleistung falsch interpretiert worden sei.

Im Viertelfinale wartet die Slowakei auf das deutsche Team. Die Schweizer Nationalmannschaft zog ebenfalls mühelos ins Viertelfinale ein, nachdem sie Gastgeber Italien mit 3:0 besiegte. Dort treffen die Eidgenossen auf Olympiasieger Finnland.

Aktuelle Olympische Winterspiele 2026 Ergebnisse im Überblick

Neben den großen Entscheidungen gab es viele weitere bemerkenswerte Momente. Für die deutschen Nordischen Kombinierer verlief auch der zweite Wettkampf enttäuschend, denn Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek und Julian Schmid blieben nach schwachen Leistungen auf der Schanze ohne Medaille.

Die deutschen Curler stehen nach einer bitteren Niederlage kurz vor dem Aus. Gegen die bis dahin sieglosen Tschechen verspielte das Team um Skip Marc Muskatewitz eine 5:2-Führung und verlor am Ende mit 7:9. Dadurch ist eine Halbfinal-Teilnahme kaum noch zu erreichen.

Eine kuriose Geschichte ereignete sich im Eiskunstlauf. Das deutsche Paar Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin verlor nach dem Gewinn der Bronzemedaille seine offiziellen Olympia-Maskottchen. In der Hektik nach der Siegerehrung legten sie die beiden Hermeline Tina und Milo an die Bande und fanden sie später nicht wieder.

Winterwetter sorgt für Chaos im Zeitplan

Starker Schneefall in Livigno wirbelte den Zeitplan der Olympischen Spiele erheblich durcheinander. Deshalb mussten mehrere Wettbewerbe verschoben oder komplett abgesagt werden. Davon betroffen war unter anderem das Slopestyle-Finale der Frauen, an dem auch die Deutsche Annika Morgan teilgenommen hätte.

Auch die Qualifikationswettbewerbe der Freestyle-Skier in der Disziplin Aerials konnten nicht wie geplant stattfinden. Sowohl der Vorkampf der Männer als auch die Qualifikation der Frauen mit der deutschen Starterin Emma Weiß wurden auf den folgenden Tag verlegt. Die Veranstalter arbeiten daran, für alle ausgefallenen Wettbewerbe neue Termine zu finden.

Emotionale Momente im Eiskanal und auf der Piste

Für große Emotionen sorgte Laura Nolte im Monobob. Nachdem sie in drei von vier Läufen auf Goldkurs lag, verpasste sie den Olympiasieg im letzten Durchgang um nur vier Hundertstelsekunden. Die Silbermedaille war für die sichtlich enttäuschte Athletin zunächst nur ein schwacher Trost.

Gute Nachrichten gab es hingegen von Ski-Alpin-Star Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerin ist nach ihrem schweren Sturz und mehreren Operationen wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Auf der Plattform X bedankte sie sich bei ihrem Team und dem medizinischen Personal und schrieb, dass sie langsam ins Leben zurückkehre.

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