Die Leichtathletik-Saison nimmt weiter Fahrt auf und liefert international spannende Ergebnisse. Marathon-Europameister Richard Ringer zeigte beim Halbmarathon in Dubai eine beeindruckende Form, während Sprinterin Julien Alfred die Weltjahresbestzeit über 60 Meter setzte. Diese und weitere Leichtathletik Ergebnisse aktuell aus den Stadien und von den Straßen zeigen die Form der Athleten zu Beginn des Jahres.
Viele Sportler nutzen die ersten Wettkämpfe, um ihre Leistung zu testen und sich auf die kommenden Höhepunkte vorzubereiten. Dadurch erhalten Fans bereits jetzt einen guten Einblick in die Kräfteverhältnisse der verschiedenen Disziplinen.
Starke Leistung von Richard Ringer beim Halbmarathon in Dubai
Richard Ringer vom LC Rehlingen hat beim Halbmarathon „Burj2Burj“ in Dubai eine herausragende Leistung gezeigt. Der Marathon-Europameister von 2022 belegte am Sonntagmorgen den siebten Platz und erreichte das Ziel nach starken 61:07 Minuten. Damit verpasste er seine persönliche Bestzeit, die er in Berlin aufgestellt hatte, um nur 16 Sekunden und lief die zweitbeste Zeit seiner gesamten Karriere.
Dieser Wettkampf war für Ringer eine wichtige Standortbestimmung, denn er plant im Frühjahr einen Start beim prestigeträchtigen Boston-Marathon. Das Rennen in Dubai war allerdings extrem stark besetzt. Den Sieg sicherte sich Bahn-Weltrekordler Joshua Cheptegei aus Uganda in 59:26 Minuten, dicht gefolgt von Nicholas Kipkorir aus Kenia mit einer Zeit von 59:28 Minuten. Marathon-Weltmeister Alphonce Simbu aus Tansania komplettierte das Podium als Dritter in 59:30 Minuten.
Auch bei den Frauen gab es ein knappes und hochklassiges Rennen. Irene Cheptai aus Kenia gewann mit 66:57 Minuten, während ihre Landsfrau Daisilah Jerono nur zwei Sekunden dahinter ins Ziel kam (66:59 Minuten). Die Äthiopierin Ftaw Zeray belegte mit 67:01 Minuten den dritten Platz. Außerdem erfolgreich war Richard Ringers Ehefrau Nada Ina Pauer, die für Österreich startet, denn sie erreichte mit 80:31 Minuten einen respektablen zehnten Platz.
Sprint-Highlights und schnelle Rundenzeiten
In den Sprintdisziplinen sorgte 100-Meter-Olympiasiegerin Julien Alfred für Aufsehen. Die Athletin aus St. Lucia startete in Fayetteville, USA, pfeilschnell in die Hallensaison. Sie verbesserte am Sonntag die Weltjahresbestzeit über 60 Meter auf beeindruckende 7,00 Sekunden und unterstrich damit ihre Ambitionen für das kommende Jahr.
Im selben Meeting zeigte auch Hallenweltmeisterin Amber Anning aus Großbritannien eine starke Vorstellung. Sie dominierte die 400 Meter und gewann das Rennen souverän in einer Zeit von 50,51 Sekunden. Dieses Ergebnis zeigt, dass auch auf der Langsprint-Distanz bereits früh in der Saison mit Top-Zeiten zu rechnen ist.
Aktuelle Leichtathletik Ergebnisse im Stabhochsprung
Im Stabhochsprung der Männer bleibt die prestigeträchtige Marke von sechs Metern in diesem Winter bislang unerreicht. Viele Weltklasse-Athleten versuchen sich an dieser Höhe, scheitern jedoch knapp. Der griechische Landesrekordler Emmanouil Karalis organisierte in Athen ein eigenes Meeting und gewann dieses am Samstag mit einer Höhe von 5,90 Metern. Anschließend versuchte er sich dreimal vergeblich an den 6,00 Metern.
Hinter Karalis belegte Chris Nilsen aus den USA mit übersprungenen 5,80 Metern den zweiten Platz, gefolgt von David Holy aus Tschechien mit 5,70 Metern. Ein ähnliches Bild zeigte sich im französischen Roubaix, denn auch dort meisterte der US-Amerikaner Zach Bradford starke 5,90 Meter. Allerdings waren die 6,00 Meter an diesem Tag ebenfalls zu hoch für ihn. Das französische Duo Baptiste Thiery (5,82 m) und Mathis Prod’homme (5,73 m) landete auf den Plätzen dahinter.
Bei den Frauen setzte sich in Roubaix Imogen Ayris aus Neuseeland durch. Sie gewann den Wettbewerb mit einer Höhe von 4,70 Metern. Hallenweltmeisterin Marie-Julie Bonnin aus Frankreich sicherte sich mit 4,60 Metern den zweiten Platz und zeigte damit ebenfalls eine solide Leistung zu Beginn der Saison.
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