Überraschende Entwicklung beim Hamburger SV zum Jahresauftakt: Der Sportvorstand Stefan Kuntz verlässt den HSV mit sofortiger Wirkung. Diese unerwartete Personalentscheidung wurde bekannt, nachdem der 63-Jährige den Aufsichtsrat des Vereins um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages gebeten hatte. Als Grund für diesen Schritt nannte Kuntz persönliche und familiäre Angelegenheiten.
Hintergründe der sofortigen Trennung
Stefan Kuntz hatte sein Amt als Sportvorstand beim Hamburger SV im Mai 2024 angetreten und den Verein maßgeblich geprägt. Unter seiner sportlichen Führung gelang dem HSV im Jahr 2025 der langersehnte Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga. Die Nachricht seines plötzlichen Abgangs kommt daher besonders unerwartet, zumal zuletzt eher über eine mögliche Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages spekuliert wurde.
Der ehemalige Nationalspieler und U21-Nationaltrainer bat den Aufsichtsrat bereits nach den Weihnachtsfeiertagen um die Beendigung seiner Tätigkeit zum 31. Dezember 2025. Das Kontrollgremium des Vereins hat diesem Wunsch entsprochen. Folglich endete die Zusammenarbeit pünktlich zum Jahreswechsel, was für den Verein eine Zäsur darstellt.
Persönliche Gründe sind ausschlaggebend
In einer ersten Stellungnahme betonte Kuntz, dass es manchmal wichtigere Dinge als den Fußball gebe und dies bei ihm nun der Fall sei. Er bat darum, seine Privatsphäre zu respektieren und verzichtete auf die Nennung weiterer Details. Zugleich bedankte er sich für die intensive und erfolgreiche Zeit beim HSV und wünschte dem Klub für die Zukunft alles Gute.
Die Entscheidung von Kuntz, den Verein aus familiären Gründen zu verlassen, wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Papenfuß mit Respekt aufgenommen. Papenfuß würdigte die Arbeit des scheidenden Sportvorstands und betonte, dass Kuntz gemeinsam mit seinem Team viel für den Verein bewegt habe. Er zeigte Verständnis für die Prioritäten, die Kuntz für seine persönliche Zukunft setzt.
Wie der HSV die Lücke füllen will
Trotz des überraschenden Abgangs zum Start der Wintervorbereitung sieht sich der Hamburger SV gut für die kommenden Aufgaben gerüstet. Der Aufsichtsrat erklärte, man habe intensive Gespräche geführt und sei überzeugt, mit dem verbliebenen Vorstand Dr. Eric Huwer und einer starken zweiten Führungsebene die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Insbesondere die laufende Transferperiode sowie die sportlichen Ziele in der Bundesliga stehen dabei im Fokus.
Kurzfristig wird nun vermutlich Sportdirektor Claus Costa mehr Verantwortung übernehmen, während der Verein die Suche nach einem Nachfolger für die Position des Sportvorstands einleitet. Die Mannschaft selbst startete am Tag der Bekanntgabe in die Vorbereitung auf die Rückrunde, die für den Aufsteiger mit einem Auswärtsspiel in Freiburg beginnt.
