BR Volleys VfB Friedrichshafen: Sieg im Satz-Krimi mit 37:35

Die BR Volleys haben zum Auftakt der Rückrunde einen wichtigen Erfolg gefeiert, denn im dritten Anlauf gelang der erste Saisonsieg gegen den VfB Friedrichshafen. Die Berliner setzten sich in einem hart umkämpften Spitzenspiel mit 3:1 (25:19, 22:25, 25:16, 37:35) durch. Dieser wichtige BR Volleys Sieg gegen Friedrichshafen bringt das Team in eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das kommende Topspiel gegen die SWD powervolleys Düren.

Durch diesen Sieg konnten die Hauptstädter den Abstand auf die Konkurrenz vom Bodensee deutlich vergrößern. Außerdem zogen sie vorläufig am nächsten Gegner aus Düren vorbei. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg war Nolan Flexen, der als MVP (Most Valuable Player), also wertvollster Spieler, ausgezeichnet wurde.

Ein souveräner Start für die Hauptstädter

Das dritte Aufeinandertreffen der beiden Rivalen in dieser Saison begann zunächst ausgeglichen. Beide Mannschaften zeigten sich stabil im Sideout, dem Spielaufbau nach gegnerischem Aufschlag. Allerdings erarbeiteten sich die BR Volleys durch einen Block von Matthew Knigge und taktisch kluge Aufschläge einen ersten kleinen Vorsprung (5:3).

Die Berliner zeigten eine starke Annahmeleistung und boten dem Gegner somit kaum Angriffsflächen. Ein weiterer erfolgreicher Block erhöhte die Führung auf 14:9, während die ersten Asse von Knigge und Jake Hanes zusätzliche Sicherheit brachten. Die Hauptstädter spielten den Satz konsequent zu Ende und sicherten sich den ersten Durchgang mit 25:19, nachdem Hanes den finalen Punkt erzielte.

Friedrichshafen schlägt im zweiten Satz zurück

Der zweite Durchgang erinnerte an das vorangegangene Pokalspiel, denn den Berlinern entglitt die Kontrolle über die Partie. Friedrichshafen steigerte seine Leistung merklich, während die BR Volleys im Block- und Abwehrspiel nachließen. Obwohl der finnische Zuspieler Fedor Ivanov Akzente setzte, geriet sein Team durch Angriffe von Friedrichshafens Diagonalangreifer van Buren erstmals mit zwei Punkten in Rückstand (11:13).

Asse von Kunstmann und van Buren bauten die Führung für die Gastgeber weiter aus. In dieser Phase kam Nolan Flexen ins Spiel, der sich später als entscheidend erweisen sollte. Trotz einer leichten Aufholjagd der Berliner konnte Friedrichshafen den Vorsprung halten und den Satzausgleich mit 22:25 herstellen.

Die Wende durch den „Gamechanger“ Nolan Flexen

Im dritten Satz präsentierten sich die BR Volleys wieder von ihrer dominanten Seite. Trainer Joel Banks vertraute weiterhin auf Nolan Flexen, dessen Einwechslung sich als goldrichtig erwies. Der US-Amerikaner brachte nicht nur frische Energie, sondern auch spielerisch neue Elemente ein. So war er direkt mit einem Block zum 4:2 und einem Angriff zum 6:3 erfolgreich.

Gleichzeitig leistete sich Friedrichshafen nun vermehrt einfache Fehler, wodurch Berlin seinen Vorsprung kontinuierlich ausbaute (12:6). Flexen glänzte erneut mit einem Block und sammelte Punkt um Punkt für sein Team. Der Satz ging daher deutlich mit 25:16 an die Gäste aus der Hauptstadt.

Ein dramatisches Finale im vierten Satz

Der vierte Satz entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Die Berliner starteten konzentriert und ließen keinen Spannungsabfall zu, während Jake Hanes mit starken Emotionen voranging (7:6). Das Team erarbeitete sich durch starke Aktionen von Flexen und Mittelblocker Florian Krage-Brewitz einen scheinbar sicheren Vorsprung von 16:12.

Doch eine Aufschlagserie von Friedrichshafens Maciel brachte die Gastgeber zurück ins Spiel und sorgte für den Ausgleich zum 16:16. Es folgte eine packende Schlussphase, in der sich Friedrichshafen insgesamt acht Satzbälle erspielte, um einen entscheidenden fünften Satz zu erzwingen. Die Berliner wehrten jedoch alle ab, bis ein Ass von Zuspieler Ivanov das Momentum kippen ließ. Schließlich beendeten die BR Volleys mit ihrem fünften Matchball den Satz und das Spiel mit einem außergewöhnlichen 37:35.

Starke Einzelleistungen sichern wichtige Punkte

Neben dem als „Energizer“ gefeierten Nolan Flexen ragte auch Florian Krage-Brewitz heraus. Der Mittelblocker lieferte mit 18 Punkten, vier Assen und drei Blocks eine herausragende Leistung ab. Topscorer der Partie wurde Jake Hanes mit insgesamt 19 Zählern.

Mit diesem Auswärtssieg distanzieren die BR Volleys den VfB Friedrichshafen in der Tabelle auf acht Punkte und klettern vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz. Damit ist die Bühne bereitet für das nächste Spitzenspiel, wenn die Berliner am kommenden Sonntag die SWD powervolleys Düren in der Max-Schmeling-Halle empfangen.

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