Ford BlueCruise 2026 – Hands-off Fahren für Puma, Kuga & Ranger

Ford erweitert sein Angebot für assistiertes Fahren und macht die Technologie für eine breitere Käuferschicht verfügbar. Das System namens Ford BlueCruise ermöglicht es, auf bestimmten Autobahnabschnitten die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Bisher war diese Funktion dem Elektromodell Mustang Mach-E vorbehalten, doch ab Frühjahr 2026 soll sie auch für weitere populäre Modelle wie den Puma, Kuga und Ranger angeboten werden.

So funktioniert Ford BlueCruise

Das System ist eine fortschrittliche Fahrassistenz, die auf der sogenannten Stufe 2 des autonomen Fahrens angesiedelt ist. Das bedeutet, das Fahrzeug kann auf geeigneten Streckenabschnitten selbstständig lenken, beschleunigen und bremsen. Der Fahrer darf die Hände vom Steuer nehmen, muss den Verkehr aber weiterhin aufmerksam beobachten und jederzeit bereit sein, die Kontrolle zu übernehmen. Eine Infrarotkamera im Cockpit überwacht deshalb permanent die Blickrichtung und Aufmerksamkeit der Person am Steuer.

Ford BlueCruise kombiniert dafür verschiedene bereits bekannte Technologien. Dazu gehören die intelligente adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-Go-Funktion, der Spurhalteassistent sowie die Verkehrszeichenerkennung. Das System funktioniert auf speziell freigegebenen Autobahnabschnitten, den sogenannten „Blue Zones“, die laut Ford bereits rund 95 Prozent des deutschen Autobahnnetzes abdecken. Bei der Einfahrt in eine solche Zone meldet das Fahrzeug die Verfügbarkeit des Systems, welches dann per Knopfdruck aktiviert werden kann. Die Nutzung ist bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h möglich.

Diese Modelle erhalten das System

Die Erweiterung des Angebots ist ein bedeutender Schritt, da die Technologie damit aus dem Premium-Segment in Volumenmodelle Einzug hält. Ab dem Frühjahr 2026 wird das System für ausgewählte Varianten der folgenden Baureihen verfügbar sein:

  • Ford Puma
  • Ford Puma Gen-E (die vollelektrische Version)
  • Ford Kuga
  • Ford Ranger (Plug-in Hybrid)

Voraussetzung für die Nutzung von Ford BlueCruise wird das jeweilige Fahrerassistenzpaket sein. Damit macht der Hersteller die Technologie für deutlich mehr Kunden zugänglich und reagiert auf den wachsenden Wettbewerb durch andere Marken wie BMW oder Mercedes, die ähnliche Systeme anbieten.

Was wird die Nutzung kosten?

Ford hat für den deutschen Markt noch keine finalen Preise für die neuen Modelle bekannt gegeben. Es wird jedoch erwartet, dass sich die Kostenstruktur an einem Abo-Modell orientieren wird, wie es bereits bei Mustang Mach-E-Fahrern etabliert ist. Nach einer kostenlosen Testphase von 90 Tagen kostet das Abo für diese Modelle aktuell rund 25 € pro Monat. Genaue Details zu den Preisen für die neuen Baureihen will Ford rechtzeitig vor der Einführung im Jahr 2026 veröffentlichen.

Die Technologie ist bereits in 16 europäischen Ländern zugelassen und kann auf einem Streckennetz von über 133.000 Kilometern genutzt werden. Fahrer haben weltweit bereits viele Millionen Kilometer mit aktiviertem BlueCruise zurückgelegt, was die Praxistauglichkeit des Systems unterstreicht. Es stellt somit eine spürbare Entlastung auf langen und monotonen Autobahnfahrten dar, während die Verantwortung weiterhin beim Fahrer liegt.