Konkret geht es um den sogenannten POPCNT-Befehl. Diese Abkürzung steht für „Population Count“ und beschreibt eine Funktion, die die Anzahl von gesetzten Bits in einem Maschinenwort zählt. Während moderne Prozessoren diesen Befehl längst standardmäßig beherrschen, fehlt er bei sehr alten CPUs, die vor etwa 15 Jahren auf den Markt kamen.
Neue Windows 11 Anforderungen: Was bedeutet POPCNT?
Die POPCNT-Funktion ist für das Betriebssystem wichtig, da sie bestimmte Berechnungen beschleunigt und effizienter macht. Sie kommt in verschiedenen Bereichen zum Einsatz, beispielsweise bei kryptografischen Verfahren oder in der Datenverarbeitung. Microsoft scheint diesen Befehl nun zur Grundvoraussetzung für die kommenden Funktionsupdates 24H2 und 25H2 zu machen.
Erste Tests mit Vorabversionen von Windows 11 haben gezeigt, dass das System auf Rechnern ohne diesen Befehl nicht mehr startet. Betroffen sind vor allem Prozessoren, die älter sind als die Intel Core-i-Serie oder die ersten AMD-Phenom-Modelle. Obwohl diese CPUs ohnehin nicht offiziell mit Windows 11 kompatibel sind, konnten Nutzer das Betriebssystem bisher oft über Umwege installieren.
Welche Computer sind von der Umstellung betroffen?
Die Anforderung des POPCNT-Befehls trifft vor allem Nutzer, die Windows 11 auf eigentlich nicht unterstützter Hardware installiert haben. Solche Systeme liefen bisher oft stabil, werden aber durch die neue technische Hürde von zukünftigen Updates ausgeschlossen. Wer also einen Computer mit einem Prozessor von vor 2008 nutzt, wird die Versionen 24H2 und 25H2 voraussichtlich nicht mehr installieren können.
Für die meisten Anwender wird sich jedoch nichts ändern, denn ihre Hardware erfüllt die offiziellen Mindestanforderungen von Microsoft ohnehin. Diese umfassen neben einer kompatiblen CPU auch weitere Kriterien wie TPM 2.0 und Secure Boot. Die neue Pflicht ist daher vor allem eine technische Präzisierung, die inoffizielle Installationen weiter erschwert.
So prüfen Sie die Kompatibilität Ihres Prozessors
Ob der eigene Prozessor den POPCNT-Befehl unterstützt, lässt sich relativ einfach überprüfen. Ein nützliches Werkzeug hierfür ist beispielsweise das kostenlose Programm CPU-Z. Nach der Installation zeigt die Software im Reiter „CPU“ unter dem Punkt „Instructions“ alle unterstützten Befehlssätze an.
Wenn dort der Eintrag „SSE4A“ oder „SSE4.2“ aufgeführt ist, ist der POPCNT-Befehl in der Regel vorhanden und der Prozessor somit für die kommenden Updates gerüstet. Fehlt dieser Eintrag, ist die CPU zu alt und wird mit den neuen Windows-Versionen wahrscheinlich nicht mehr funktionieren.
