Die Open-Source-Plattform Opendesk hat ein Update auf die Version 1.10 erhalten, das vor allem die Sicherheit und die Zusammenarbeit verbessert. Es richtet sich an Organisationen und Unternehmen, die eine Alternative zu Cloud-Diensten wie Microsoft 365 oder Google Workspace suchen und dabei die volle Kontrolle über ihre Daten behalten möchten. Das Opendesk 1.10 Update bringt daher wichtige Neuerungen für die selbst gehostete Bürosoftware.
So funktioniert die verbesserte Plattform
Opendesk bündelt verschiedene Open-Source-Anwendungen zu einer integrierten Arbeitsumgebung. Die Basis bildet die Groupware-Lösung Tivvy, die beispielsweise E-Mails, Kalender und Kontakte verwaltet. Außerdem ist die Filesharing-Plattform Nextcloud ein zentraler Bestandteil, wodurch Nutzer ihre Dateien sicher speichern und teilen können.
Für die direkte Bearbeitung von Dokumenten, Tabellen und Präsentationen kommt Onlyoffice zum Einsatz. Die Kommunikation im Team wird währenddessen über den Messenger Mattermost abgewickelt. Alle diese Komponenten sind in einer einzigen Oberfläche zusammengefasst, was die Bedienung erheblich vereinfacht.
Mehr Sicherheit durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Ein Kernpunkt des Opendesk 1.10 Updates ist die Einführung einer standardmäßigen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE). Diese sorgt dafür, dass Daten nicht nur auf dem Server, sondern auch während der Übertragung vollständig geschützt sind. Dadurch haben nur der Sender und der Empfänger Zugriff auf die Inhalte, während der Betreiber der Plattform selbst keine Einsicht hat.
Darüber hinaus wurde die Mandantenfähigkeit verbessert. Dieses Merkmal erlaubt es, mehrere voneinander unabhängige Organisationen auf derselben Opendesk-Installation zu betreiben. Jede Organisation, auch Mandant genannt, hat dabei ihren eigenen, abgeschirmten Bereich, ohne dass Daten zwischen den Mandanten ausgetauscht werden können.
Praktische Tipps für die Anwendung
Die neue Version erleichtert die Zusammenarbeit durch ein überarbeitetes Dashboard, das alle wichtigen Informationen und Anwendungen bündelt. Nutzer können jetzt direkt nach dem Anmelden auf alle relevanten Werkzeuge zugreifen. Ferner wurde die Integration der einzelnen Module verbessert, sodass der Wechsel zwischen E-Mail, Chat und Dokumentenbearbeitung flüssiger funktioniert.
Für Administratoren wurde die Verwaltung vereinfacht. Ein neues Update-Skript erleichtert die Aktualisierung der Plattform, wodurch der Wartungsaufwand sinkt. Zusätzlich bietet eine verbesserte Dokumentation klare Anleitungen für die Installation und Konfiguration der Software.
