Google Fotos KI-Bearbeitung: Bilder per Text einfach bearbeiten

Google erleichtert die Bildbearbeitung für Millionen von Nutzern weltweit. Durch die neue Google Fotos KI-Bearbeitung lassen sich Fotos nun mit einfachen Textbefehlen anpassen, anstatt komplizierte Werkzeuge oder Regler zu nutzen. Diese innovative Funktion wird jetzt in weiteren Ländern eingeführt und macht damit professionelle Ergebnisse für jeden zugänglich.

So funktioniert die KI-gestützte Bildbearbeitung

Nutzer finden nach der Auswahl eines Fotos in der Bearbeitungsansicht die Option „Hilf mir beim Bearbeiten“. Dort können sie entweder aus automatisch vorgeschlagenen Befehlen wählen oder eigene Wünsche in natürlicher Sprache formulieren. Dadurch wird der gesamte Prozess deutlich intuitiver und schneller als bei herkömmlicher Software.

Die Möglichkeiten sind dabei erstaunlich vielfältig, denn die KI kann auch komplexe Anfragen verarbeiten. Anweisungen wie „Entferne das Motorrad im Hintergrund“ oder „Reduziere die Hintergrundunschärfe“ sind ebenso möglich wie die vollständige Restauration alter Fotos. Sogar Details wie die Pose einer Person, das Entfernen einer Brille oder das Öffnen geschlossener Augen bei Porträts lassen sich per Texteingabe korrigieren.

Technik, die ohne Internetverbindung auskommt

Für die Umsetzung dieser Befehle nutzt Google sein KI-Bildmodell namens „Nano Banana“. Ein wesentlicher Vorteil dieser Technologie besteht darin, dass die gesamte Verarbeitung direkt auf dem Endgerät stattfindet. Aus diesem Grund ist für die eigentliche Bildbearbeitung keine aktive Internetverbindung erforderlich, was die Nutzung unterwegs erleichtert.

Die Funktion ist außerdem nicht auf Googles eigene Pixel-Smartphones beschränkt. Sie läuft auf jedem Android-Gerät, das über mindestens 4 GB Arbeitsspeicher verfügt und auf dem Android 8.0 oder eine neuere Version des Betriebssystems installiert ist.

Internationale Erweiterung und neue Sprachen

Google hat die Verfügbarkeit der Funktion nun auf weitere Länder ausgeweitet, darunter Australien, Indien und Japan, nachdem sie ursprünglich nur für Pixel-Nutzer in den USA gestartet war. Diese Erweiterung macht die fortschrittliche Google Fotos KI-Bearbeitung einem globalen Publikum zugänglich.

Zusätzlich zur geografischen Ausweitung unterstützt das Werkzeug nun auch weitere Sprachen neben Englisch. Dazu gehören beispielsweise Hindi, Tamil, Marathi, Telugu, Bengali und Gujarati, wodurch Millionen von Menschen das Tool in ihrer jeweiligen Muttersprache verwenden können.

Mehr Transparenz: Kennzeichnung von KI-Bildern

Gleichzeitig mit der Erweiterung führt Google auch die Unterstützung für C2PA Content Credentials ein. Hierbei handelt es sich um spezielle Metadaten, die in der Bilddatei gespeichert werden und anzeigen, ob ein Bild mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt oder verändert wurde.

Da KI-generierte Inhalte im Internet immer häufiger werden, ist eine solche Kennzeichnung entscheidend für die Transparenz. Sie hilft Nutzern dabei, die Herkunft sowie die Authentizität eines Bildes besser zu verstehen und korrekt einzuordnen.

Ein Baustein der großen KI-Strategie von Google

Die Einführung der sprachbasierten Bearbeitung ist nur ein Teil von Googles umfassender Strategie, künstliche Intelligenz tief in Google Fotos zu integrieren. Bereits zuvor erweiterte das Unternehmen die KI-gestützte Suche auf über 100 Länder und führte Unterstützung für mehr als 17 Sprachen ein.

Darüber hinaus wurden KI-Vorlagen veröffentlicht, die Fotos in verschiedene künstlerische Stile umwandeln können. Kürzlich kam sogar eine Funktion hinzu, mit der Nutzer aus eigenen Bildern und Vorlagen Memes erstellen können, was die kreativen Möglichkeiten der App weiter vergrößert.

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