Der Chef des Spieleentwicklers Epic Games, Tim Sweeney, hat eine grundlegende Neugestaltung für das Betriebssystem von Microsoft angeregt. Im Zentrum seiner Kritik steht das aktuelle Startmenü von Windows 11, welches er als ineffizient empfindet. Seine Vorschläge zielen darauf ab, die Benutzerfreundlichkeit deutlich zu verbessern, indem gewohnte Konzepte von Smartphones aufgegriffen werden.
Epic Games CEO kritisiert Windows Startmenü
Tim Sweeney bemängelt, dass das aktuelle Startmenü in Windows 11 zu viel Platz verschwendet und die Navigation umständlich gestaltet. Anstatt einer übersichtlichen Anordnung präsentiere das Menü eine breite, aber wenig genutzte Fläche. Dadurch müssen Nutzer oft scrollen oder suchen, um die gewünschten Programme und Apps zu finden, was den Arbeitsfluss verlangsamt.
Seiner Ansicht nach ist die aktuelle Gitteransicht mit Icons nicht optimal für die Darstellung einer potenziell großen Anzahl installierter Anwendungen. Sweeneys Kritik richtet sich daher vor allem an die mangelnde Effizienz und Übersichtlichkeit. Er argumentiert, dass ein Betriebssystem die Produktivität steigern und nicht durch unlogische Menüführungen behindern sollte.
Die Idee: Ein vertikales Startmenü nach Smartphone-Vorbild
Als Alternative schlägt der Epic-CEO ein hochkantes, also vertikal ausgerichtetes Startmenü vor. Dieses Menü würde sich am linken Bildschirmrand befinden und wie der App-Drawer auf einem Android-Smartphone funktionieren. Nutzer könnten einfach durch eine lange, scrollbare Liste aller installierten Programme navigieren, was die Suche nach einer bestimmten Anwendung erheblich beschleunigen würde.
Zusätzlich könnte eine solche Liste alphabetisch sortiert sein und eine Schnellsuche am oberen Rand integrieren. Dieser Aufbau ist vielen Nutzern bereits von ihren Mobilgeräten vertraut und könnte daher die Bedienung von Windows intuitiver gestalten. Die restliche Bildschirmfläche bliebe währenddessen für andere Inhalte wie Widgets oder Verknüpfungen frei.
Vorteile des vorgeschlagenen Konzepts
Ein vertikales Design würde den verfügbaren Platz auf modernen Breitbildmonitoren deutlich besser nutzen. Während die horizontale Fläche oft ungenutzt bleibt, bietet die vertikale Anordnung mehr Raum für eine lange Liste von Programmen. Außerdem wäre diese Darstellung platzsparender und würde den Desktop nicht vollständig verdecken.
Durch die vertraute, lineare Anordnung könnten Nutzer Programme schneller finden, da sie nur in eine Richtung scrollen müssten. Sweeney präsentierte seine Idee mit einem einfachen Konzeptbild, das eine schmale Leiste am linken Rand zeigt. Dieses Design wirkt aufgeräumter und könnte die Interaktion mit dem Betriebssystem insgesamt effizienter machen.
