Der globale Smartphone-Markt 2025 verzeichnete ein leichtes Wachstum von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese positive Entwicklung wurde vor allem durch zwei wesentliche Faktoren angetrieben. Einerseits griffen Käufer vermehrt zu teureren Premium-Geräten, andererseits stieg die Nachfrage nach 5G-fähigen Modellen in Schwellenländern stark an. Dadurch konnte sich Apple an die Spitze der Hersteller setzen.
Die Dynamik verteilte sich allerdings ungleichmäßig über das gesamte Jahr. Während die erste Jahreshälfte von vorgezogenen Lieferungen geprägt war, normalisierte sich die Lage später wieder. Regionen wie Japan, der Nahe Osten und Afrika zeigten ein starkes Wachstum und konnten dadurch schwächere Absatzzahlen in etablierten Märkten ausgleichen.
Die Treiber des Wachstums: Premium und 5G
Ein zentraler Grund für die positive Marktentwicklung war die sogenannte Premiumisierung. Damit ist der Trend gemeint, dass Verbraucher bereit sind, mehr Geld für besser ausgestattete und leistungsfähigere Smartphones auszugeben. Dieser Wandel hin zu höherpreisigen Geräten sorgte für steigende Umsätze bei den Herstellern.
Gleichzeitig beschleunigte die zunehmende Verbreitung des 5G-Mobilfunkstandards das Wachstum. Insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern stieg die Nachfrage nach Smartphones, die diesen schnellen Datenfunk unterstützen. Die Hersteller reagierten darauf, indem sie ihr Portfolio an 5G-Modellen kontinuierlich erweiterten.
Apple an der Spitze im Smartphone-Markt 2025
Im vergangenen Jahr konnte sich Apple als Marktführer behaupten und erreichte einen Marktanteil von 20 Prozent. Das Unternehmen steigerte seinen Absatz um beachtliche zehn Prozent und wies damit das stärkste Wachstum unter den fünf führenden Marken auf. Dieser Erfolg basiert auf mehreren Säulen.
Zum einen gewann Apple in Schwellen- und mittelgroßen Märkten deutlich an Boden, denn eine stärkere Produktpalette unterstützte diese Expansion. Nach der erfolgreichen Einführung gewann die iPhone 17-Serie schnell an Beliebtheit, während das Vorgängermodell iPhone 16 weiterhin in Ländern wie Japan, Indien und Südostasien sehr gefragt war.
Außerdem erreichte ein natürlicher Austauschzyklus seinen Höhepunkt. Viele Nutzer, die ihre Geräte während der COVID-Ära angeschafft hatten, waren nun bereit für ein Upgrade, was die Verkaufszahlen zusätzlich ankurbelte.
Samsung und Xiaomi behaupten ihre Positionen
Knapp hinter Apple sicherte sich Samsung mit einem Marktanteil von 19 Prozent den zweiten Platz. Der südkoreanische Technologiekonzern konnte seine Auslieferungen um fünf Prozent steigern. Zum Wachstum trug vor allem die beliebte Galaxy A-Serie bei, die das mittlere Preissegment bedient.
Gleichzeitig sorgten die Premium-Modelle der Serien Galaxy Fold7 und S25 für eine hohe Nachfrage im oberen Preissegment. Während Samsung in Japan stark zulegte, stand das Unternehmen in Westeuropa und Lateinamerika unter größerem Wettbewerbsdruck.
Den dritten Platz belegte Xiaomi mit einem Marktanteil von 13 Prozent und einer konstanten Gesamtleistung. Das Unternehmen profitierte von einem verstärkten Fokus auf höherpreisige Smartphones sowie einer robusten Nachfrage in aufstrebenden Märkten. Ein ausgewogenes Portfolio aus Spitzen- und Mittelklassegeräten ermöglichte es Xiaomi, seine Lieferungen trotz eines schwierigen Umfelds stabil zu halten.
Weitere wichtige Akteure und Verschiebungen
Auf dem vierten Platz landete vivo, dessen Auslieferungen um drei Prozent zunahmen. Als Treiber für diesen Erfolg gelten die stärkere Ausrichtung auf hochwertige Modelle und eine effektive Präsenz im stationären Handel, insbesondere in Indien. Ein überarbeitetes Sortiment deckte sowohl den Bedarf an Premium-Smartphones als auch die solide Nachfrage im mittleren Preissegment ab.
Im Gegensatz dazu musste OPPO einen Rückgang der Auslieferungen von vier Prozent hinnehmen. Die Gründe hierfür waren eine schwache Nachfrage und starker Wettbewerb in China und anderen asiatischen Märkten. Das Wachstum in Indien sowie im Nahen Osten und Afrika reichte nicht aus, um die Verluste in anderen Regionen auszugleichen.
Durch die fortschreitende Integration der Marke realme könnte OPPO seine Marktposition jedoch bald verbessern. Schätzungen zufolge würde das fusionierte Unternehmen auf einen weltweiten Marktanteil von rund elf Prozent kommen und damit potenziell den vierten Platz im globalen Ranking einnehmen.
Ausblick: Herausforderungen für das Jahr 2026
Für das kommende Jahr 2026 erwarten Experten eine Abschwächung des Marktes. Als Hauptgründe gelten Engpässe bei wichtigen Speicherchips wie DRAM und NAND sowie steigende Kosten für Bauteile. Diese Entwicklung entsteht, weil Chiphersteller ihre Produktionskapazitäten zunehmend auf Komponenten für KI-Rechenzentren ausrichten und Smartphones daher eine niedrigere Priorität einräumen.
Die Folgen dieser Knappheit sind bereits spürbar, denn die Preise für Smartphones haben begonnen zu steigen. Aus diesem Grund wurden die Prognosen für die Auslieferungen im Jahr 2026 bereits um drei Prozent nach unten korrigiert.
Es wird erwartet, dass Apple und Samsung aufgrund ihrer starken Lieferketten und ihrer soliden Positionierung im Premium-Segment widerstandsfähiger sein werden. Chinesische Hersteller, die sich stärker auf niedrigere Preissegmente konzentrieren, dürften hingegen unter größeren Druck geraten.
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