Im Rahmen der Kooperation werden konkrete Anwendungen entwickelt, die auf generativer künstlicher Intelligenz basieren. Diese Technologie ist darauf spezialisiert, neue Inhalte wie Texte oder Zusammenfassungen zu erstellen. Dadurch können beispielsweise Arzt-Patienten-Gespräche automatisch dokumentiert werden, was den manuellen Aufwand erheblich reduziert.
Wie die Doctolib KI Kooperation funktioniert
Für die gemeinsame Forschung und Entwicklung gründet das Unternehmen ein spezielles „Doctolib AI Lab“. In diesem Labor werden rund 50 internationale KI-Experten von Doctolib eng mit den Wissenschaftlern des DFKI zusammenarbeiten. Das DFKI bringt seine langjährige Expertise in der KI-Forschung ein, während Doctolib die praktische Erfahrung aus dem Gesundheitssektor beisteuert.
Ein zentrales Projekt ist die Entwicklung eines digitalen Assistenten. Dieser soll Ärzte und ihr Personal bei Routineaufgaben unterstützen, indem er beispielsweise hilft, wichtige Informationen aus Patientengesprächen schnell zusammenzufassen. Außerdem wird an Lösungen geforscht, die eine gezielte und schnelle Suche nach medizinischen Informationen ermöglichen.
Der Nutzen von künstlicher Intelligenz im Praxisalltag
Der Hauptvorteil der neuen Technologie liegt in der Zeitersparnis für das medizinische Personal. Verwaltungsaufgaben wie die Dokumentation von Gesprächen oder die Erstellung von Arztbriefen binden oft wertvolle Ressourcen. Durch die Automatisierung dieser Prozesse können sich Ärzte und Pflegekräfte intensiver um ihre eigentlichen Aufgaben kümmern: die Diagnose und Therapie von Krankheiten.
Darüber hinaus soll die KI die Qualität der Versorgung verbessern. Wenn alle relevanten Informationen aus einem Gespräch lückenlos erfasst und strukturiert vorliegen, sinkt das Risiko von Fehlern. Allerdings bleibt die ärztliche Kontrolle über alle automatisch erstellten Dokumente stets gewährleistet, denn die finale Prüfung und Freigabe erfolgt immer durch den Menschen.
Anwendung der neuen KI-Lösungen
Die entwickelten KI-Funktionen sollen schrittweise in die bestehende Software von Doctolib integriert werden. Zunächst ist eine Testphase mit ausgewählten Ärzten geplant, um die Praxistauglichkeit sicherzustellen. Basierend auf dem Feedback der Nutzer werden die Werkzeuge dann weiter optimiert, bevor sie einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Ein konkretes Anwendungsbeispiel ist die automatische Erstellung einer Zusammenfassung nach einem Patientengespräch. Der Arzt oder die Ärztin kann diese Zusammenfassung anschließend überprüfen, bei Bedarf ergänzen und direkt in die digitale Patientenakte übernehmen. Dadurch wird nicht nur der Dokumentationsprozess beschleunigt, sondern auch die Vollständigkeit der Aktenführung verbessert.
