Ein kleiner, aber äußerst einflussreicher Kreis von Beratern plant im Falle eines Wahlsiegs von Donald Trump weitreichende Veränderungen für die USA. Diese Gruppe arbeitet bereits seit Monaten an konkreten politischen und personellen Strategien, um eine mögliche zweite Amtszeit von Grund auf anders zu gestalten als die erste. Im Zentrum steht dabei die Idee, die amerikanische Regierung und ihre Institutionen tiefgreifend umzubauen.
Die Strategie des Beraterteams um Trump
Das Team um Donald Trump besteht aus loyalen Weggefährten und konservativen Intellektuellen, die entschlossen sind, seine politischen Ziele konsequent umzusetzen. Sie haben aus der ersten Amtszeit gelernt und wollen daher diesmal von Beginn an die Kontrolle über den Regierungsapparat sicherstellen. Ein zentrales Instrument dafür ist das „Project 2025“, ein umfassender Plan, der detaillierte Vorschläge für nahezu jeden Politikbereich enthält.
Ein wesentlicher Teil der Strategie besteht darin, zehntausende Beamte im Regierungsapparat durch loyale Anhänger zu ersetzen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass politische Entscheidungen schnell und ohne Widerstand aus der Verwaltung umgesetzt werden können. Außerdem arbeiten die Berater daran, die Macht von Schlüsselministerien wie dem Justizministerium zu zentralisieren und direkter dem Präsidenten zu unterstellen.
Welche Ziele verfolgen die Planer?
Die übergeordneten Ziele dieses Teams sind weitreichend und betreffen sowohl die Innen- als auch die Außenpolitik. Innenpolitisch streben sie einen deutlichen Abbau staatlicher Regulierungen an, insbesondere im Umwelt- und Klimaschutz. Gleichzeitig soll die Einwanderungspolitik drastisch verschärft und die Grenzsicherung massiv ausgebaut werden.
Außenpolitisch steht eine Neuausrichtung der amerikanischen Rolle in der Welt im Vordergrund. Die Berater favorisieren einen isolationistischeren Kurs, der internationale Bündnisse wie die NATO infrage stellt und Handelsabkommen neu verhandeln will. Diese „America First“-Agenda soll konsequenter umgesetzt werden, indem die USA ihre Interessen noch stärker in den Mittelpunkt stellen, auch auf Kosten traditioneller Partnerschaften.
Konkrete Pläne für den Umbau der Regierung
Um diese Ziele zu erreichen, haben die Berater detaillierte Pläne entwickelt. Dazu gehört die mögliche Auflösung oder grundlegende Umstrukturierung von Behörden, die als hinderlich empfunden werden. Während einige Experten vor einer Erosion demokratischer Institutionen warnen, sehen die Planer darin eine notwendige Maßnahme, um den Willen der Wähler direkt umzusetzen.
Die Vorbereitungen umfassen auch die Erstellung von Listen mit potenziellen Kandidaten für wichtige Regierungsposten. Anders als 2017 soll es keine Verzögerungen bei der Besetzung von Schlüsselpositionen geben. Dieses Vorgehen zeigt, wie systematisch und entschlossen der innere Zirkel Trumps vorgeht, um ab dem ersten Tag einer möglichen neuen Amtszeit handlungsfähig zu sein.
