Pendler und Anwohner müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen, denn die B76 Sperrung bei Plön hat begonnen. Aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten wird die wichtige Bundesstraße für lange Zeit unpassierbar sein. Eine weiträumige Umleitung ist eingerichtet, die zu deutlich längeren Fahrzeiten führt.
Die Baumaßnahmen betreffen den Abschnitt vom Ortsausgang Plön bei „Appelwarder“ bis zur Kreuzung mit der Straße „Schöne Aussicht“. Autofahrer müssen daher eine große Ausweichroute in Kauf nehmen, um ihr Ziel zu erreichen.
Warum die Sanierung der Bundesstraße unumgänglich ist
Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) betont die Dringlichkeit der Arbeiten. Die Fahrbahn der B76 weist in diesem Bereich erhebliche Schäden auf, darunter Risse und sogar abgesackte Stellen. Eine grundlegende Erneuerung ist deshalb notwendig, um die Verkehrssicherheit langfristig zu gewährleisten und die Bausubstanz zu erhalten.
Aus Gründen des Arbeitsschutzes und wegen technischer Anforderungen können die Bauarbeiten nur unter Vollsperrung stattfinden. Während der Sanierung tauschen die Bauarbeiter nicht nur den beschädigten Asphalt aus, sondern erneuern teilweise auch die darunterliegenden Tragschichten. Diese Schichten sind für die Stabilität und Langlebigkeit der Straße von entscheidender Bedeutung.
Details zur Umleitung und Dauer der B76 Sperrung Plön
Die offizielle Umleitung führt von Plön über die B430 bis nach Engelau. Von dort geht es weiter über die K29 zur B202 und schließlich nach Schwentinental bei Kiel. Diese Strecke ist insgesamt etwa 40 Kilometer lang und bedeutet für die direkte Verbindung von Plön nach Schwentinental einen Umweg von rund 17 Kilometern.
Die Bauarbeiten sind langfristig angelegt und sollen, eine günstige Wetterlage vorausgesetzt, bis Dezember 2027 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf circa 18,5 Millionen Euro. Die Finanzierung dieser umfangreichen Maßnahme übernimmt der Bund.
Die Bauarbeiten im Überblick: Drei Abschnitte bis Ende 2027
Der LBV.SH hat die Sanierung in mehrere Phasen unterteilt, um den Prozess strukturiert umzusetzen. Die Arbeiten beginnen Anfang Februar mit der sogenannten Baufeldfreimachung, bei der das Gelände für die eigentliche Bautätigkeit vorbereitet wird.
Anschließend starten die einzelnen Bauabschnitte:
- Ab März 2026: Der erste Teilabschnitt vom Ortsausgang Plön bis zur Straße „Tweelhörsten“ wird erneuert.
- Ab August 2026: Es folgt der zweite Bauabschnitt, der von der Kläranlage bis südlich der Straße „Hauptweg“ reicht.
- Ab dem zweiten Quartal 2027: Nach Fertigstellung des vorherigen Teils beginnen die Arbeiten am dritten Abschnitt, der sich von südlich des „Hauptweges“ bis zur Straße „Schöne Aussicht“ erstreckt.
Weitere Verbesserungen: Radweg, Schulbusse und Naturschutz
Die Bauarbeiten dienen nicht nur der Erneuerung der Fahrbahn. Gleichzeitig wird auch der begleitende Radweg saniert und verbreitert, was die Sicherheit für Radfahrer zukünftig deutlich erhöht. Außerdem berücksichtigt die Planung den Naturschutz in der Region.
Am Ortsausgang von Plön errichtet der Landesbetrieb einen speziellen Fischotterdurchlass. Diese Röhre ermöglicht es den Tieren, die viel befahrene Bundesstraße sicher zu unterqueren. Damit die Schulbusse weiterhin planmäßig verkehren können, wird der für sie relevante Abschnitt zwischen „Hauptweg“ und „Schöne Aussicht“ gezielt in den schleswig-holsteinischen Sommerferien 2027 saniert.
Änderungen im Busverkehr: Was Fahrgäste beachten müssen
Die B76 Sperrung bei Plön hat ebenfalls Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP) haben für die Dauer der Bauarbeiten Anpassungen im Fahrplan vorgenommen. Insbesondere in der Anfangsphase bis zum 28. Februar gilt ein Sonderfahrplan.
Fahrgäste müssen sich auf geänderte Abfahrtszeiten einstellen, während einige Haltestellen vorübergehend nicht angefahren werden können. Betroffen von den Änderungen sind die Buslinien 352, 230, 320, 330 sowie die Linie 119. Die VKP empfehlen allen Reisenden dringend, sich vor Fahrtantritt auf der Webseite des Unternehmens über die genauen Einschränkungen und aktuellen Fahrpläne zu informieren.
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