Beginenweg St.Gallen: Unterführung öffnet früher als geplant

In St.Gallen schreiten die Arbeiten an der neuen Fuss- und Velounterführung Beginenweg St.Gallen zügig voran. Aktuelle Prognosen deuten auf eine mögliche Freigabe für den Fuss- und Veloverkehr bereits Mitte Mai bis Anfang Juni hin, was deutlich früher als der ursprünglich geplante Sommertermin wäre. Dieses wichtige Infrastrukturprojekt schafft eine direkte und sichere Verbindung zwischen dem Areal Bahnhof Nord und der Kreuzbleiche und soll die Mobilität für unmotorisierte Verkehrsteilnehmer nachhaltig verbessern.

Das Bauvorhaben, das im April 2024 startete, ist technisch anspruchsvoll, da es an einem der komplexesten Verkehrsknotenpunkte der Stadt realisiert wird. Stadtingenieur Beat Rietmann zeigt sich optimistisch, dass der Zeitplan nicht nur eingehalten, sondern sogar unterschritten werden kann, obwohl die offizielle Eröffnung weiterhin für Mitte Juni anvisiert wird.

Details zum Bauprojekt Beginenweg St.Gallen

Die neue Unterführung erstreckt sich über eine Länge von rund 130 Metern, ist 5,5 Meter breit und 2,8 Meter hoch. Eine wesentliche Verbesserung für die Sicherheit ist die klare Trennung des Verkehrs, denn gut zwei Drittel der Breite sind für Fussgängerinnen und Fussgänger reserviert. Eine Art Trottoir, das sich auch farblich vom Veloweg abheben wird, sorgt für eine deutliche Abgrenzung und verhindert Konflikte zwischen den verschiedenen Nutzergruppen.

Die Gesamtkosten für den Beginenweg belaufen sich auf gut 8,6 Millionen Franken. Die Finanzierung teilen sich verschiedene Ebenen, wobei die Stadtkasse einen Anteil von rund 2,7 Millionen Franken trägt. Den Rest der Kosten übernehmen Bund und Kanton, was die überregionale Bedeutung dieser Verbindungsachse unterstreicht.

Ein Gewinn für Fussgänger und Velofahrer

Der Beginenweg entsteht an einem strategisch wichtigen Punkt, der bisher als Nadelöhr galt. Die Verbindung zwischen der Lokremise und der Reithalle war für den Langsamverkehr, also für Fussgänger und Velofahrer, oft umständlich und mit Sicherheitsrisiken verbunden. Die neue Unterführung löst dieses Problem, indem sie eine kreuzungsfreie und witterungsgeschützte Alternative bietet.

Dadurch wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch der Komfort für Pendler und Freizeitnutzer. Die direkte Anbindung fördert die Nutzung des Fahrrads und das Zufußgehen, was wiederum einen positiven Beitrag zur städtischen Lebensqualität und zur Reduzierung des motorisierten Verkehrs leistet. Ausserdem wertet das Projekt das gesamte Quartier städtebaulich auf.

Aktueller Baufortschritt und nächste Schritte

Die Bauarbeiten befinden sich in einer intensiven Phase. Derzeit konzentrieren sich die Tätigkeiten auf den Bereich bei der Reithalle sowie auf den Installationsplatz auf dem ehemaligen Dreieckspärkli. Dort wurde kürzlich mit dem Rückbau des grossen Baukranstandorts begonnen, woraufhin wichtige Werkleitungsarbeiten in diesem Sektor anstehen.

In den kommenden vier Monaten stehen noch wesentliche Arbeitsschritte an, bevor die Unterführung komplett fertiggestellt ist. Dazu gehören unter anderem:

  • Abschluss der Werkleitungsarbeiten im Bereich des ehemaligen Dreieckspärkli.
  • Diverse Arbeiten im Innern des Tunnels, wie zum Beispiel die Belagsarbeiten und die finale Farbgestaltung der Wände.
  • Die Realisierung des Lifts bei der Reithalle inklusive des dazugehörigen Technikraums, um Barrierefreiheit zu gewährleisten.
  • Umfassende Umgebungs- und Anpassungsarbeiten zur Integration des Bauwerks in das städtische Umfeld.

Die Wiederbegrünung des Dreieckspärklis ist für den August geplant. Bis dahin dient die Fläche weiterhin als wichtiger Installationsplatz für die abschliessenden Belagsarbeiten am Beginenweg selbst und in den angrenzenden Bereichen.

Herausforderungen am Verkehrsknotenpunkt

Die Umsetzung des Bauprojekts an der St.Leonhard-Strasse stellte die Planer und Bauarbeiter vor grosse Herausforderungen. Da der Verkehrsknotenpunkt zwischen Reithalle und Lokremise einer der meistfrequentierten der Stadt ist, mussten die Arbeiten sorgfältig geplant werden, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Während der gesamten Bauzeit kommt es daher immer wieder zu unvermeidbaren Einschränkungen und Umleitungen für den motorisierten Individualverkehr sowie den öffentlichen Verkehr. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die jeweilige Signalisation genau zu beachten und nach Möglichkeit die öffentlichen Verkehrsmittel für den Besuch der Innenstadt zu nutzen, um Staus zu vermeiden. Die gute Koordination der Baustelle sorgt jedoch dafür, dass das Projekt Beginenweg St.Gallen planmässig voranschreitet.

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