Der VfL Osnabrück hat sich bei Hansa Rostock ein spätes Unentschieden erkämpft und bleibt damit im Jahr 2026 ungeschlagen. In einer packenden Drittliga-Partie trennten sich beide Teams am Sonnabend mit 2:2. Während die Rostocker zweimal in Führung gingen, bewiesen die Niedersachsen eine starke Moral und sicherten sich durch einen Treffer kurz vor Schluss einen verdienten Punkt.
Rostock legt zweimal vor, doch Osnabrück kämpft sich zurück
Das Spiel auf dem schwer bespielbaren Rasen im Ostseestadion begann zunächst schleppend. Dennoch gehörte die erste nennenswerte Chance den Gästen aus Osnabrück, allerdings war der Schuss von Robin Meißner zu unplatziert für Hansa-Torwart Benjamin Uphoff (13.). Obwohl der VfL den besseren Eindruck machte, zeigte die Defensive ungewohnte Schwächen. Diese Unaufmerksamkeit nutzte Hansa Rostock eiskalt aus, denn Andreas Voglsammer konnte ungestört flanken. Emil Holten verwandelte die Vorlage artistisch zur überraschenden 1:0-Führung für die Hausherren (18.).
Hansa blieb durch schnelle Gegenstöße gefährlich und hätte die Führung ausbauen können. Maximilian Krauß traf jedoch zunächst nur den Pfosten (21.) und scheiterte später am Osnabrücker Keeper Lukas Jonsson (37.). Mitten in dieser Druckphase der Rostocker gelang dem VfL der Ausgleich. Nach einer Vorlage von Lars Kehl schaltete Robin Meißner am schnellsten und ließ Uphoff mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance (38.).
Dramatische Schlussphase sichert VfL Osnabrück spätes Unentschieden
Die zweite Halbzeit ähnelte zunächst der ersten. Osnabrück hatte mehr Spielanteile, während Rostock auf Konter lauerte. Die größte Chance für Hansa entstand aus einer Standardsituation, als Kenan Fatkic einen Freistoß aus rund 20 Metern an die Latte zirkelte (63.). Dieser Weckruf beflügelte die Gastgeber, die daraufhin das Tempo erhöhten. Folgerichtig erzielte Andreas Voglsammer mit einem präzisen Flachschuss aus halbrechter Position die erneute 2:1-Führung für sein Team (71.).
In der verbleibenden Zeit verteidigte Rostock leidenschaftlich und ließ die Osnabrücker kaum noch zu gefährlichen Aktionen kommen. Die Partie schien bereits entschieden, doch dann war die Hansa-Abwehr bei einem Einwurf für einen Moment unachtsam. Meißner nutzte die Lücke und bediente Bernd Riesselmann, der in der 87. Minute den Ball zum verdienten 2:2-Endstand im Tor unterbrachte.
Stimmen zum Spiel: Ärger bei Rostock, Stolz in Osnabrück
Nach dem Schlusspfiff fielen die Reaktionen entsprechend unterschiedlich aus. Torschütze Robin Meißner lobte die Einstellung seiner Mannschaft und betonte, dass der späte Ausgleich die hervorragende Mentalität des Teams zeige. Sein Gegenüber Andreas Voglsammer ärgerte sich hingegen sichtlich über die verlorenen Punkte. Er bemängelte die fehlende Konsequenz in der Verteidigung, durch die man einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben habe.
Artikelempfehlung: Hansa Rostock Graffiti Vandalismus kostet Städte Tausende Euro
