Die Jugendorganisation der AfD, die sich nun „Generation Deutschland“ (GD) nennt, hat eine richtungsweisende Personalentscheidung getroffen. Auf einem Treffen in Thüringen wählten die Mitglieder den Brandenburger Jean-Pascal Hohm zu ihrem neuen Bundesvorsitzenden. Diese Wahl ist besonders brisant, da Hohm vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird.
Hohm erhielt bei der Abstimmung eine deutliche Mehrheit von 71 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen einen Gegenkandidaten durch. Die Wahl fand während des sogenannten „Deutschlandtreffens“ der Organisation statt. Die Umbenennung von „Junge Alternative“ (JA) in „Generation Deutschland“ wurde ebenfalls auf dieser Veranstaltung beschlossen, allerdings muss ein Parteitag die Namensänderung noch formal bestätigen.
Wer ist der neue Vorsitzende?
Jean-Pascal Hohm ist eine bekannte Figur in der rechtsextremen Szene und war bereits zuvor in verschiedenen Funktionen für die Partei und ihre Jugendorganisation tätig. Er gilt als Vertrauter des thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke, der ebenfalls als gesichert rechtsextrem eingestuft wird. Hohms politische Karriere ist eng mit dem rechtsnationalen „Flügel“ der Partei verbunden.
Der Brandenburger Verfassungsschutz beobachtet Hohm seit Längerem und hat ihn als eine der Schlüsselfiguren der rechtsextremen Bestrebungen innerhalb der AfD-Jugend identifiziert. Seine Wahl zum Bundesvorsitzenden bestätigt somit die radikale Ausrichtung der Organisation, weshalb Experten von einer weiteren Verhärtung des Kurses ausgehen.
Einstufung durch den Verfassungsschutz
Die Jugendorganisation der AfD steht seit Längerem im Fokus der Sicherheitsbehörden. Bereits vor der Wahl von Hohm wurde die „Junge Alternative“ vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Diese Einschätzung bedeutet, dass die Organisation aktiv gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung arbeitet.
Die Wahl eines ebenfalls als rechtsextrem eingestuften Vorsitzenden dürfte diese Bewertung weiter zementieren. Dadurch unterliegt die Organisation und ihre Mitglieder der Beobachtung durch Nachrichtendienste. Diese dürfen Informationen über die Gruppe sammeln, um potenzielle Gefahren für die Demokratie frühzeitig zu erkennen.
Bedeutung der Wahl für die AfD
Die Entscheidung für Hohm als neuen Anführer der „Generation Deutschland“ ist ein klares Signal für den internen Machtkampf innerhalb der AfD. Der radikale, völkisch-nationalistische Flügel setzt sich damit weiter durch, während gemäßigtere Kräfte an Einfluss verlieren. Die Jugendorganisation dient dabei als Kaderschmiede für den politischen Nachwuchs.
Mitglieder wie Hohm könnten in Zukunft wichtige Positionen in der Mutterpartei einnehmen. Außerdem zeigt die Wahl, dass die offizielle Einstufung als rechtsextrem durch den Verfassungsschutz kaum eine abschreckende Wirkung auf die Mitglieder hat. Stattdessen scheint die Organisation ihre radikale Ausrichtung selbstbewusst zu festigen.
