Bundesliga Transfers Deadline Day – Alle Wechsel im Überblick

Der letzte Tag der Winter-Transferperiode sorgt im Profifußball traditionell für Hochspannung. An diesem sogenannten „Deadline Day“ haben die Vereine die letzte Gelegenheit, ihre Kader für die verbleibende Saisonhälfte zu verstärken oder anzupassen. Besonders beim Bundesliga Transfers Deadline Day werden oft auf den letzten Drücker noch entscheidende Weichen für den Kampf um die Meisterschaft, internationale Plätze oder den Klassenerhalt gestellt.

In Deutschland schließt das Transferfenster um 20:00 Uhr, danach sind bis zum Sommer keine Wechsel mehr möglich. Dies gilt sowohl für Transfers innerhalb der Ligen als auch für die Verpflichtung vertragsloser Spieler. Zahlreiche Klubs in der Bundesliga und der 2. Liga nutzten daher die letzten Stunden für finale Personalentscheidungen.

Bundesliga Transfers am Deadline Day: Talente und Leihgeschäfte im Fokus

RB Leipzig zeigte sich besonders aktiv und meldete gleich zwei Neuzugänge. Der Klub leiht den hochtalentierten U21-Nationalspieler Brajan Gruda bis zum Saisonende von Brighton & Hove Albion aus. Der 21-Jährige galt bereits 2024 als Wunschkandidat der Leipziger, entschied sich damals aber für einen Wechsel nach England. Nun soll er die Offensive von RB verstärken und könnte bereits am Wochenende gegen den 1. FC Köln sein Debüt geben.

Zusätzlich verpflichtete Leipzig den 18-jährigen Ayodele Thomas von der PSV Eindhoven. Der niederländische U19-Nationalspieler erhält einen langfristigen Vertrag bis 2031 und soll behutsam an das Bundesliga-Niveau herangeführt werden. Geschäftsführer Marcel Schäfer betonte, dass der Transfer dem Kader mehr Tiefe auf den Flügelpositionen verleihen soll.

Auch andere Bundesligisten setzten auf junge Perspektivspieler. Der 1. FC Köln sicherte sich die Dienste des 18-jährigen Felipe Chávez, der bis zum Saisonende vom FC Bayern München ausgeliehen wird. Der in Bayern geborene Peruaner soll in Köln den nächsten Schritt machen und sich dauerhaft im Profifußball etablieren. Währenddessen verstärkte die TSG Hoffenheim ihren Kader mit Luis Engelns vom SC Paderborn. Der 18-jährige Sohn von Trainer Daniel Farke soll zunächst Spielpraxis in der Reservemannschaft sammeln.

Der FC Augsburg holte ebenfalls ein Talent vom VfB Stuttgart: Thomas Kastanaras, 23 Jahre alt, kommt nach einer Knieverletzung und soll über Einsätze in der U23-Mannschaft wieder aufgebaut werden. Im Gegensatz dazu gab Werder Bremen einen Spieler ab, denn Skelly Alvero wechselt auf Leihbasis zum französischen Zweitligisten FC Amiens. Dort soll der 23-jährige Mittelfeldspieler die Spielpraxis erhalten, die er in Bremen zuletzt nicht bekam.

Bewegung in der 2. Liga: Aufstiegsambitionen und neue Hoffnung

Im deutschen Unterhaus sorgte vor allem Hertha BSC für Aufsehen. Der Hauptstadtklub verpflichtete den erfahrenen Offensivspieler Josip Brekalo vom spanischen Klub Real Oviedo. Der ehemalige Wolfsburger und Stuttgarter unterschrieb einen Vertrag bis 2026 und soll mit seiner Bundesliga-Erfahrung im Aufstiegskampf helfen. Möglich wurde dieser Transfer auch durch den Abgang von Jón Dagur Thorsteinsson, den Hertha zum norwegischen Erstligisten SK Brann Bergen verlieh.

Der 1. FC Kaiserslautern reagierte auf einen verletzungsbedingten Ausfall im Sturm und holte den ehemaligen Nationalspieler Mergim Berisha von der TSG Hoffenheim. Der 27-Jährige, der 2023 noch zwei Länderspiele absolvierte, kam in Hoffenheim zuletzt nicht mehr zum Einsatz und soll nun die Offensive der Pfälzer verstärken. Außerdem bediente sich der Karlsruher SC in Frankreich und verpflichtete den 23-jährigen Südkoreaner Hyeok-kyu Kwon vom FC Nantes.

Andere Zweitligisten nutzten den Tag zur Kaderanpassung. Der FC Schalke 04 verlieh Mauro Zalazar an Sporting Braga, wo er auf seinen Bruder Rodrigo trifft. Die SpVgg Greuther Fürth gab Mathias Olesen auf Leihbasis an den Grazer AK nach Österreich ab, da er in Fürth nicht die erhoffte Einsatzzeit erhielt.

Blick über die Grenzen: Wechsel ins Ausland

Nicht alle Transfers fanden innerhalb Deutschlands statt, denn einige Spieler suchen ihr Glück im Ausland. Ein prominentes Beispiel ist Felix Passlack vom VfL Bochum. Obwohl er in dieser Saison 16-mal zum Einsatz kam, war er selten Teil der Startelf. Deshalb wechselt der ehemalige Dortmunder nach Schottland zu Hibernian Edinburgh, wo er einen Vertrag bis 2029 unterzeichnete.

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