Aktuelle News St.Gallen: Handel, Kultur und was die Stadt bewegt

In St.Gallen und Umgebung sorgen derzeit zahlreiche Entwicklungen für Gesprächsstoff. Die aktuellen News St.Gallen umfassen dabei wichtige Veränderungen im Einzelhandel, ein reiches Kulturprogramm sowie gesellschaftliche Debatten und Initiativen. Von Neueröffnungen in der Innenstadt bis hin zu Diskussionen über die städtische Infrastruktur spiegelt sich die Dynamik der Region in vielen Bereichen wider.

Wirtschaft und Handel in der St.Galler Innenstadt

Der Detailhandel in St.Gallen befindet sich im Wandel. Ein positives Signal setzt die Eröffnung der neuen Transa-Filiale am 26. März im Haus Rösslitor an der Multergasse. Nachdem der Globus in das frühere UBS-Gebäude umzog, stand die Liegenschaft lange leer, weshalb die Wiederbelebung für die Innenstadt von grosser Bedeutung ist. Die neue Filiale wird das gesamte Transa-Sortiment unter einem Dach vereinen und das Angebot um Bergsport, Bike-Ausrüstung und ein erweitertes Mietsortiment ergänzen. Besonders hervorzuheben ist die schweizweit grösste Zeltausstellung des Unternehmens.

Während an der Multergasse neues Leben einzieht, herrscht am Bahnhof noch Unklarheit. Die Gewerbefläche der ehemaligen «Sala d’Attesa» steht seit Ende Januar leer, allerdings laufen laut SBB bereits Verhandlungen über eine Nachfolge. Die SBB streben primär wieder eine gastronomische Nutzung an, prüfen jedoch auch attraktive Konzepte aus dem Detailhandel. Eine weitere Zwischennutzung ist nach den Pop-up-Konzepten «Blütenlese» und «Sala d’Attesa» nicht geplant.

Eine Schliessung betrifft hingegen den Säntispark in Abtwil. Die Migros wird im Rahmen einer Neuausrichtung alle Filialen ihrer Tochtergesellschaft Ex Libris bis Ende 2026 schliessen, wovon auch der Standort im Säntispark betroffen ist. Ein genaues Datum steht noch nicht fest, allerdings wird das Online-Geschäft künftig über Digitec Galaxus abgewickelt. Diese Entscheidung hat Auswirkungen auf 230 Mitarbeitende.

Kultur, Veranstaltungen und gesellschaftliches Leben

Das kulturelle Angebot in St.Gallen ist vielfältig und abwechslungsreich. Ein Höhepunkt ist das bevorstehende Theaterfestival «Jungspund», das am 26. Februar startet. Es werden elf Inszenierungen für Kinder und Jugendliche gezeigt, darunter das Ostschweizer Tanzstück «Giant Steps» und das clowneske Stück «Actapalabra» aus der Westschweiz. Das Festival legt zudem grossen Wert auf Inklusion, was sich im Programm widerspiegelt.

Musikliebhaber dürfen sich ebenfalls auf Konzerte freuen. Die St.Galler Mundartpop-Band Dachs geht nach der Veröffentlichung ihres neuen Albums auf Tour und macht dabei auch in Bischofszell und Mels Halt. Ausserdem hat das St.Galler Rock-Duo Catalyst seine neue Single «CCTV» veröffentlicht, die mit harten Gitarrenriffs und einer Mischung aus Stoner-Rock und Kapitalismuskritik überzeugt. Der Singer-Songwriter Mo Klé (René Grünenfelder) hat mit «King of Mediocrity» ebenfalls einen Vorboten seines neuen Albums herausgebracht.

Für Wissbegierige gibt es ebenfalls zahlreiche Angebote. Der ehemalige HSG-Rektor Johannes Anderegg referiert im Centrum St.Mangen über Goethes Faust und die Macht und Ohnmacht des Menschen. Gleichzeitig findet im Kulturmuseum die Veranstaltungsreihe «Stadtgeschichte im Stadthaus» statt, die sich mit der ethnologischen Sammlung der Stadt befasst. Im Naturmuseum werden zudem im Rahmen der NaturVision-Filmtage 23 Natur- und Tierfilme gezeigt.

Soziales Engagement und Traditionen in St.Gallen

Das soziale Zusammenleben wird in der Stadt grossgeschrieben. Der Verein «Tischlein deck dich» feiert sein zehnjähriges Bestehen in St.Gallen. Die Organisation rettet Lebensmittel vor der Vernichtung und verteilt sie an armutsbetroffene Menschen. Allein im vergangenen Jahr konnten an der Abgabestelle in der Pfimi-Kirche Waldau rund 36,5 Tonnen Lebensmittel an bedürftige Personen weitergegeben werden.

Ein weiteres Beispiel für Engagement ist die Kunstauktion des Rotary Clubs St.Gallen-Freudenberg am 14. März. Die Einnahmen kommen dem Verein «Hilfe Ukraine» zugute, der damit «Tiny Houses» für Familien finanziert, die im Krieg ihr Zuhause verloren haben. Zudem fand auf dem Kornhausplatz eine Kundgebung für Rojava statt, bei der rund 300 Personen eine stärkere humanitäre Verantwortung der Schweiz forderten.

Auch Traditionen werden gepflegt. So wurden in der St.Galler Kathedrale im Jahr 2025 über 200’000 Kerzen angezündet – ein neuer Rekord. Dieser Anstieg wird unter anderem mit einem wachsenden Bedürfnis nach Einkehr und dem zunehmenden Tourismus in Verbindung gebracht, der auch der Stiftsbibliothek Rekordbesuche bescherte. Ein schottischer Reisejournalist lobte die Bibliothek in einem BBC-Bericht kürzlich als «wahrlich himmlischen Ort».

Ein besonderes Projekt geht derweil zu Ende: Die nachgebaute Wiborada-Zelle bei der Kirche St.Mangen wird nach dem laufenden Jubiläumsjahr zurückgebaut. In diesem Frühling werden die letzten fünf Personen je eine Woche als sogenannte Inklusinnen und Inkluse in der Zelle verbringen. Wiborada war im 10. Jahrhundert als Ratgeberin bekannt und wurde 1047 als erste Frau von der katholischen Kirche heiliggesprochen.

Weitere aktuelle News St.Gallen: Sport, Verkehr und Sicherheit

Im Sportbereich gibt es personelle Veränderungen: Der ehemalige St.Otmar-Topskorer Andrija Pendic wird ab der Saison 2026/2027 neuer Sportchef beim Handballverein GC Amicitia. Eine kuriose Nachricht kommt aus der Lebensmittelbranche: Das Konsumentenmagazin «Kassensturz» kürte die in Gossau produzierten Migros-Leckerli zu den besten Basler Leckerli der Schweiz.

Die Beschaffung von Elektrobussen stellt die Stadt St.Gallen vor Herausforderungen, denn die Umsetzung der Elektrifizierungsstrategie verzögert sich. Nachdem ein Vertrag mit einem niederländischen Lieferanten aufgelöst werden musste, wurde die Ausschreibung wiederholt. Ein Vorstoss im Stadtparlament fordert nun, dass die Stadt aus den Erfahrungen anderer Städte wie Zürich lernt, um technische Probleme zu vermeiden.

Die Polizei meldet zudem mehrere Vorfälle. An der Zilstrasse wurde ein 42-jähriger Mann von zwei Unbekannten mit einem Messer bedroht und ausgeraubt. An der Claudiusstrasse verursachte eine 36-jährige Autofahrerin eine Kettenreaktion auf einem Parkplatz, wobei hoher Sachschaden entstand. Am Bahnhofplatz wurde ausserdem ein 37-Jähriger von fünf jungen Männern angegriffen und leicht verletzt; die mutmasslichen Täter konnten festgenommen werden.

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